KOSTENLOSER VERSAND AB 75 € KLEINE CHARGEN DIREKT VOM IMKER

Startseite · Honigwissen · Honig für Babys und Kleinkinder: Warum er vor dem ersten Geburtstag tabu ist

Honig für Babys und Kleinkinder: Warum er vor dem ersten Geburtstag tabu ist

Eine der wichtigsten Regeln der Säuglingsernährung lässt sich in einem Satz zusammenfassen: kein Honig im ersten Lebensjahr – in keiner Form, auch nicht in gekochten Speisen oder Tee. Der Grund dafür ist gut erforscht und ernst zu nehmen.

Das Risiko: Säuglingsbotulismus

Honig kann Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum enthalten – in so geringer Menge, dass sie für Erwachsene und Kinder ab etwa einem Jahr keine Gefahr darstellen, weil ein ausgereiftes Darmmikrobiom sie am Auskeimen hindert. Bei Säuglingen unter zwölf Monaten ist die Darmflora noch nicht so weit entwickelt. Keimen die Sporen im kindlichen Darm aus, können sie ein Nervengift produzieren, das zu Säuglingsbotulismus führt – einer seltenen, aber potenziell schweren Erkrankung mit Muskelschwäche, Trinkschwäche und Atemproblemen.

Diese Sporen lassen sich weder durch Erhitzen im Haushalt noch durch die Wahl einer besonders hochwertigen Honigsorte zuverlässig entfernen. Auch Bio-Qualität oder besonders schonende Verarbeitung – wie sie etwa bei kaltgeschleudertem Honig entsteht – ändert daran nichts. Das Risiko ist unabhängig von der Qualität des Honigs.

Ab wann ist Honig unbedenklich?

Nach dem ersten Geburtstag ist das kindliche Verdauungssystem in der Regel so weit ausgereift, dass die genannte Gefahr entfällt und Honig wie bei Erwachsenen bedenkenlos verzehrt werden kann. Kinderärztliche Fachgesellschaften empfehlen unabhängig davon generell, zugesetzten Zucker – auch in Form von Honig – im Kleinkindalter insgesamt zurückhaltend einzusetzen.

Wichtig zu wissen: Auch verarbeitete Lebensmittel zählen

Das Verbot gilt nicht nur für Honig pur vom Löffel, sondern auch für honighaltige Backwaren, Süßigkeiten oder Getränke, die dem Kind vor dem ersten Geburtstag angeboten werden – Erhitzen beim Backen tötet die Sporen nicht ab.

Nach dem ersten Geburtstag

Sobald das Risiko nicht mehr besteht, spricht nichts dagegen, Kinder behutsam an den Geschmack von echtem, naturbelassenem Honig heranzuführen – ein guter Anlass, mehr über die unterschiedlichen Honigsorten und ihre Charaktere zu erfahren.

Weiterlesen: Honig gegen Husten: Wirkt das Hausmittel wirklich? · Was macht einen guten Honig aus?